Verlängerte Übergangs- und Testphase für das E-Rezept beschlossen

Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird die Einführung des zum 01.01.2022 geplanten E-Rezepts auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Entscheidung, die Testphase zu verlängern, sei sowohl seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung als auch vom GKV-Spitzenverband mitgetragen worden.

Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird die Einführung des zum 01.01.2022 geplanten E-Rezepts auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Entscheidung, die Testphase zu verlängern, sei sowohl seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung als auch vom GKV-Spitzenverband mitgetragen worden.

Das BMG appelliert an die Mitgesellschafter der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik): Sobald die vereinbarten Qualitätskriterien erfüllt sind, soll die Einführung des E-Rezepts nach einem noch festzulegenden Rollout-Verfahren erfolgen.

Die gematik informiert in ihrer Pressemitteilung vom 21.12.2021: „Ab Januar werden die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Bundesvereinigung Deutscher Apothekenverbände (ABDA) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) laufend Updates zum Ausstattungsgrad der Apotheken, Praxen und Krankenhäuser geben. Die gematik wird die Gesellschafter und die Öffentlichkeit transparent zum aktuellen Stand der Einführung informieren.“

Grund für die verlängerte Einführungs- und Testphase sind unter anderem die fehlenden technischen Voraussetzungen in Arztpraxen und Apotheken sowie die unzureichende Erprobung. In der bisher durchgeführten Testphase sollen lediglich 42 E-Rezepte abgerechnet worden sein.

Konkrete Einzelheiten zum weiteren Vorgehen sollen vom BMG in den kommenden Wochen verbindlich festgelegt werden. Für Arztpraxen und Apotheken gilt: Es sollten so viele Probeläufe wie möglich gemacht werden, um für die zukünftig verpflichtende Nutzung des E-Rezepts vorbereitet zu sein.