Beiträge zum Schwerpunkt Individualarbeitsrecht

13.02.2019

Aufhebungsverträge fair verhandeln

Mit Urteil vom 07.02.2019 (6 AZR 75/18) hat das BAG einen neuen Prüfungspunkt für die Wirksamkeit von Aufhebungsverträgen ins Spiel gebracht, das Gebot fairen Verhandelns. Dies betrifft die Verhandlungssituation, die frei von psychischem Druck für die Arbeitnehmerseite gestaltet sein muss.
09.01.2019

Neues zur Teilzeit

Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) sieht seit dem 01.01.2019 vor, dass Arbeitnehmer ihre wöchentliche Arbeitszeit für eine befristete Zeit zwischen einem und fünf Jahren reduzieren können und mit Ablauf der Frist automatisch wieder die ursprüngliche wöchentliche Arbeitszeit gilt. Da die bereits bestehenden Ansprüche auf Teilzeit in § 8 TzBfG, § 15 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz, § 3 PflegeZG und § 2 Familienpflegezeitgesetz sowie tarifliche Regelungen bestehen bleiben, gibt es nunmehr eine Vielzahl von Anspruchsgrundlagen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Fristen.
27.01.2017

Monitoring von befristeten Verträgen wichtig

Zeitlich befristete Arbeitsverträge unterliegen einem strengen gesetzlichen Reglement, da eine Umgehung des Kündigungsschutzes verhindert werden soll. Eine der wichtigsten Vorgaben ist, dass die Befristung zwingend schriftlich vor Arbeitsaufnahme vereinbart worden sein muss. Ist ein Vertrag wirksam befristet, endet er automatisch mit Ablauf der vereinbarten Zeit, ohne dass es einer zusätzlichen Kündigung bedarf. Nicht selten kommt es aber vor, dass ein Arbeitnehmer über das Vertragsende hinaus weiter zur Arbeit erscheint.
13.10.2016

Kündigungsschutz in Unternehmen mit mehreren Betrieben

Das Kündigungsschutzgesetz gilt nur in Betrieben mit mehr als zehn Arbeitnehmern. Die früher maßgebliche Schwelle von „mehr als fünf Arbeitnehmern“ findet nur noch für solche Arbeitnehmer Anwendung, deren Arbeitsverhältnis vor dem 31.12.2003 begonnen hat.
13.09.2016

Keine Pflicht für Arbeitgeber, Urlaub – ohne Antrag – zu erteilen

Das LAG Düsseldorf hatte am 25.07.2016 über die Klage eines Arbeitnehmers auf Urlaubsabgeltung zu entscheiden. Dieser war aufgrund befristeteten Vertrages von März 2013 bis März 2015 für ein Unternehmen tätig. Nach Vertragsende zahlte das Unternehmen eine Abgeltung für die offenen Resturlaubsansprüche aus 2014 und 2015. Der ehemalige Mitarbeiter forderte anschließend, auch der Urlaubsanspruch aus 2013 müsse ihm ausgezahlt werden und bezog sich u.a. auf seine Lohnabrechnungen aus April und Mai 2014, in denen der Resturlaub 2013 berücksichtigt worden war.

Unsere Webseite verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite können Cookies gesetzt und Daten erhoben werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen