Beiträge zum Schwerpunkt Vertrags(zahn)arztrecht

03.01.2022

Verlängerte Übergangs- und Testphase für das E-Rezept beschlossen

Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) wird die Einführung des zum 01.01.2022 geplanten E-Rezepts auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Entscheidung, die Testphase zu verlängern, sei sowohl seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung als auch vom GKV-Spitzenverband mitgetragen worden.
01.12.2021

Digitalisierung, Versorgungssicherheit und Abschaffung des § 219a StGB – die gesundheitspolitischen Pläne der Ampelkoalition

Angelehnt an die berühmten Worte des Altkanzlers Willy Brandt „Mehr Demokratie wagen“ haben die Ampelparteien unter dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ am vergangenen Mittwoch in Berlin ihren Koalitionsvertrag[1] vorgestellt. Die notwendige Billigung des Koalitionsvertrags ist bei den Grünen bereits durch eine Mitgliederbefragung eingeleitet; SPD und FDP werden am 04. bzw. 05.12.2021 digitale Parteitage veranstalten.
18.01.2019

Berücksichtigung des Verlegungswunsches bei Verlegungsanträgen

§ 24 Abs. 7 S. 1 Ärzte-ZV begründet einen Anspruch auf Verlegung des Vertragsarztsitzes, sofern Gründe der vertragsärztlichen Versorgung nicht entgegenstehen. Das Bundessozialgericht hat mit Urteil vom 03.08.2016 entschieden, dass Versorgungsgesichtspunkte einer Sitzverlegung grundsätzlich entgegenstehen, wenn die Praxis von einem schlechter versorgten Gebiet in ein besser versorgtes Gebiet verlegt werden soll. Dennoch seien jedoch in einem zweiten Schritt auch die Hintergründe für den Verlegungswunsch zu berücksichtigen. BSG, Urt. v. 03.08.2016 (Az.: B 6 KA 31/15 R)
12.11.2018

BSG: Vertrags(zahn)ärzte dürfen ihre Honoraransprüche ohne Einwilligung des Patienten an externe Abrechnungsstellen abtreten – Privat(zahn)ärzte hingegen nicht

Immer wieder haben Vereinbarungen, mit denen Vertrags(zahn)ärzte ihre Honorarforderungen an externe Abrechnungsstellen abgetreten haben, für Unsicherheiten in der Praxis gesorgt, da ihre Zulässigkeit bislang jedenfalls durch die Rechtsprechung nicht eindeutig geklärt war.
01.08.2018

BSG entwickelt seine Rechtsprechung zur Institutsermächtigung bei besonderem Qualifikationserfordernis fort

Mit Urteil vom 25.01.2017 (B 6 KA 11/16 R) hat das Bundessozialgericht (BSG) seine Rechtsprechung zu Institutsermächtigungen bei besonderem Qualifikationserfordernis fortentwickelt.