Beiträge zum Schwerpunkt Vertrags(zahn)arztrecht

17.10.2014

Neue Risiken bei der Nullbeteiligung eines Juniorpartners in der Berufsausübungsgemeinschaft

Bereits mit Urteil vom 23.06.2010 (Az.: B 6 KA 7/09 R) hat das Bundessozialgericht (BSG) die Möglichkeiten einer sog. „Nullbeteiligung“ eines Gesellschafters in der ärztlichen Berufsausübungsgemeinschaft („BAG“) erheblich eingeschränkt. Als Leitsatz hat das BSG damals formuliert, dass ein Vertragsarzt seine Tätigkeit nicht in freier Praxis" ausübt, wenn er weder das wirtschaftliche Risiko der Praxis (mit)trägt noch am Wert der Praxis beteiligt ist.
20.04.2016

Rechtsschein einer Gemeinschaftspraxis

Das OLG Brandenburg hat sich in seinem Urteil vom 26.11.2015 (Az.: 12 U 182/14) mit der Frage beschäftigt, wann eine Praxisgemeinschaft den Rechtsschein einer Gemeinschaftspraxis/ Berufsausübungsgemeinschaft setzt und daher auch gegen die vermeintlichen Mitgesellschafter vorgegangen werden kann.
13.10.2016

Anstellung des Arztes in einer BAG

Die vertragsärztliche Genehmigung zur Anstellung eines Arztes wird im Falle des Bestehens einer Berufsausübungsgemeinschaft nicht einem einzelnen Arzt, sondern der ganzen Berufsausübungsgemeinschaft erteilt. Dies hat das Bundessozialgericht in einem aktuellen Urteil vom 04.05.2016 (Az.: B 6 KA 21/15 R) entschieden.
13.10.2016

Honorarkürzung durch eine KV wegen unzulässiger „Fremdvergabe“ der Laborleistungen durch Laborärzte

Laborärzte, die keinen unmittelbaren Patientenkontakt haben, dürfen labormedizinische Analysen nicht über Laborgemeinschaften beziehen und als eigene Leistungen abrechnen. Das BSG bestätigte die Honorarkürzung durch eine KV wegen unzulässiger „Fremdvergabe“ der Laborleistungen durch Laborärzte (Az.: B 6 KA 27/14 R).
14.10.2016

BSG verlangt 3-jährige Haltefrist bei dem Verzicht auf eine Zulassung zu Gunsten eines MVZ oder Vertragsarztes

Mit den nun veröffentlichen Urteilsgründen hat das BSG klargestellt, dass die Nachbesetzung einer Arztstelle, die durch Verzicht eines Arztes zu Gunsten eines MVZ entstanden ist, nur möglich ist, wenn bei dem verzichtenden Vertragsarzt eine echte Anstellungsabsicht bestand. Dies sei nur der Fall, wenn der verzichtende Arzt, mindestens drei Jahre angestellt tätig werde (BSG, Urt. v. 04.05.2016, B 6 KA 21/15 R). Diese Grundsätze gelten gleichermaßen für MVZ und Vertragsärzte.

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