News

21.07.2009

Rückzahlung von Fortbildungskosten

Nimmt der Arbeitnehmer an einer Fortbildungsmaßnahme teil ist der Arbeitgeber in vielen Fällen an den Kosten beteiligt, etwa durch Gewährung von bezahlter Freistellung und/oder Übernahme der Ausbildungskosten. Für den Arbeitgeber stellt sich daher die Frage, ob er im Gegenzug verlangen kann, dass der Arbeitnehmer nach erfolgreicher Teilnahme an der Fortbildung für eine bestimmte Zeit im Arbeitsverhältnis bleibt. Die Gerichte legen an solche Klauseln strenge Maßstäbe. Die Wirksamkeit von vertraglich vereinbarten Rückzahlungsklauseln ist daher häufig Gegenstand von Gerichtsentscheidungen.
06.07.2009

Ein „Hausarztzentrum“ kann auch von zwei Hausärzten gegründet werden

Das Landesberufsgericht Nordrhein-Westfalen hat mit Beschluss vom 03.09.2008 – 6 t E 429/08.T – die Bezeichnung „Hausarztzentrum“ für eine aus zwei Fachärzten für Allgemeinmedizin bestehende Gemeinschaftspraxis für berufsrechtlich zulässig erklärt. Die Ärztekammer hatte diese Außendarstellung als berufswidrige Werbung angesehen.
06.07.2009

Abwicklung von Hausarztverträgen über private Rechenzentren ist weiterhin zulässig

Mit Urteil vom 10.12.2008 hatte das Bundessozialgericht entschieden, dass es für die seit Jahren übliche Abrechnung von ambulanten Krankenhausleistungen, die nicht über die Kassenärztliche Vereinigung, sondern über private Rechenzentren abgerechnet werden, einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung bedürfe. Die hohe Schutzwürdigkeit der Sozialdaten der Patienten verlange nach einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung, an der es bis jetzt im Gesetz fehle.
01.07.2009

Arbeit und Familie – nicht immer leicht zu vereinbaren

Das Bundesarbeitsgericht hatte sich kürzlich damit auseinanderzusetzen, ob der Wunsch einer Arbeitnehmerin künftig nur noch vormittags zwischen 8:30 Uhr und 14:30 Uhr zu arbeiten, eine Angelegenheit ist, die die gesamte Belegschaft angeht. Dies hat das Gericht bejaht. Dem Verteilungswunsch stand nämlich eine Betriebsvereinbarung entgegen, wonach die Arbeitnehmer nach einem rollierenden Schichtsystem eingesetzt wurden. Gestützt auf diese Betriebsvereinbarung konnte der Arbeitgeber nach Auffassung des BAG den Verteilungswunsch wirksam ablehnen.
01.07.2009

Ansprüche ohne Vertrag

Zahlt der Arbeitgeber jahrelang an die Belegschaft ein Weihnachtsgeld, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um eine freiwillige Leistung handelt, entsteht hierdurch eine betriebliche Übung und damit ein (ungeschriebener) Anspruch der Arbeitnehmer auf das Weihnachtsgeld. Welche Möglichkeiten der Arbeitgeber hat, von dieser betrieblichen Übung loszukommen, ist Gegenstand eines Urteils des BAG vom 18.03.09 (10 AZR 281/08).

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