29.07.2020

Gewinnbeteiligung nach EBIT

Arbeitnehmer in Führungspositionen erhalten neben ihrem Fixgehalt häufig eine variable Vergütung, die sich an Unternehmenszielen und/oder persönlichen Zielen orientiert. Typisch in Managementverträgen sind insbesondere gewinnabhängige Tantiemen. Idealerweise sollte man bei der Vertragsgestaltung darauf achten, dass die Vereinbarung auf einen Begriff Bezug nimmt, der sich an die Rechnungslegungsvorschriften des HGB (§ 275 HGB) orientiert, wie etwa Ergebnis nach Steuern oder Jahresüberschuss. Damit ist die Berechnungsgrundlage für Tantiemen transparent und für Mitarbeiter wie Geschäftsführung im Jahresabschluss ablesbar. Viele Streitigkeiten können vermieden werden, weil die Begriffe definiert sind und es in der Regel keine Diskussionen darüber gibt, wie z.B. das Ergebnis nach Steuern zu errechnen ist.
23.06.2020

Antrag auf Teilzeit verbindlich

Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf Verringerung ihrer Arbeitszeit. Damit Arbeitgeber die erforderlichen organisatorischen und personellen Anpassungen prüfen und planen können, muss das Teilzeitverlangen spätestens drei Monate vor Beginn geltend gemacht werden. Hierfür reicht eine E-Mail an den Arbeitgeber aus. Was ist, wenn der Arbeitnehmer seine Meinung im Nachhinein ändert? Kann der Antrag zurückgenommen werden?
22.06.2020

Update zur Entschädigung von Eltern („Lohnfortzahlung“)

Wie schon zuvor berichtet, sieht das Infektionsschutzgesetz eine Entschädigungszahlung in Höhe von 67% des Verdienstausfalls für Eltern von betreuungsbedürftigen Kindern vor, die aus diesem Grund nicht arbeiten können.
04.06.2020

Betriebsübergang kann Arbeitnehmern mehrere neue Teilzeitarbeitsverhältnisse bescheren

Am 26.03.2020 hat der EuGH (Rechtssache C-344/18) eine für die Praxis wichtige Entscheidung zum Betriebsübergang getroffen und die Planbarkeit von Unternehmenstransaktionen im Hinblick auf zu übernehmendes Personal noch unsicherer gemacht, als sie ohnehin schon war.
27.05.2020

Das COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz

Der Gesetzgeber hat die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages durch das jüngst erlassene COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz vom 27.03.2020 bis zum 30.09.2020 erheblich begrenzt.